Archive | Oktober 2014

Dankesworte eines Mieters

Jeder redet immer nur über Eigentümer, Spekulanten und Heuschrecken welche sich im Rampenlicht der medialen Aufmerksamkeit sonnen.
Was aber ist mit den mehr oder weniger kriminellen Subjekten im Hintergrund ?
All denjenigen, denen niemals in der Öffentlichkeit die ihnen gebührende Anerkennung zuteil wird?
Die aus Unkenntnis niemals mit diesen glorreichen, Stadt verändernden Maßnahmen in Verbindung gebracht werden?
All diesen zur effizienten Entmietung unverzichtbaren Personen sei hiermit unser Dank ausgesprochen und ihnen sind diese Zeilen gewidmet !

Eltern:
Neben genetischen Dispositionen sind sicherlich sie die ersten wichtigen Menschen, die den Weg zum skrupellosen Gierpinsel bereiten

Geschwister:
Ein Bruder der netter, erfolgreicher und besser aussehend ist, kann durchaus ein Motiv werden,sein klägliches Selbstwert mit dem Scheffeln von Geldstücken aufzuwerten.

Mitschüler:
Von seinen Schulkameraden beim duschen wegen anatomischen Winzigkeiten ausgelacht zu werden, ist eine gute Motivation es später allen zeigen zu wollen, wer hier den Grössten hat.

Anwälte:
Einer der wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen die Menschlichkeit. Im besten Fall übertreffen Prachtexemplare dieser Spezies den Mandanten an perverser Kreativität.

Subunternehmer:
Schon bei der Angebotsgestaltung haben diese Menschen die Chance, die Weichen in Richtung mieser Qualität, unsachgemässer Bauausführung und Missachtung sämtlicher Arbeitschutzbestimmungen zu stellen. Durch Dumpingpreise wird sichergestellt, daß sich der Auftraggeber niemals Gedanken machen muss, dass sein zu veräusserndes Bauwerk ihn frevelhaft überlebt.

Schwarzarbeiter:
Sie sind die logische Konsequenz aus der bundesweiten Verschwendung von Steuergeldern. Durch den Einsatz von diesen armen Schweinen, die möglichst der Landessprache nicht mächtig sind, wird den nächsten wahnsinnigen Grosskotzprojekten bereits vor der Entstehung der Geldhahn abgedreht.

Baustadträte:
Die Peinlichkeit, immer wieder mit dem seinen monatlichen Mietzins abstotternden Pöbel in eine Ecke gestellt zu werden, greift die psychische Gesundheit schon sehr stark an. Glücklicherweise ist es ihnen möglich, trotz eingeschränkter Sehfähigkeit alles was laut „Grün“ ruft, einfach durchzuwinken.

Genehmigungsbehörden:
Unterbesetzte Behörden und fachliche Inkompetenz der verbliebenen Angestellten sind für eine effiziente Entmietung, insbesondere in Milieuschutzgebieten unabdingbar und heutzutage einer der stärksten Tragpfeiler für diesen Tempel der Unmenschlichkeit. Die Angst vor Klagen von Seiten der Eigentümer fördert eine zügige Bearbeitung der Entmietungsmassnahmen.

Politiker:
Ihnen müssen wir in unserer Laudation den grössten Beifall spenden. Ohne ihre Ignoranz und realitätsferne Selbstherrlichkeit wären die geldgeilen Herrschaften von selbst gar nicht auf die Idee gekommen, sich wie die Hooligans in unseren Bezirken und Kiezen zu bedienen. Undurchdachte Gesetzesänderungen und fuck the future Mentalität einzelner Parteien bilden den Mutterboden dieses unmoralischen Handelns.
Niemand anerkennt wirklich die schauspielerischen Leistungen der politischen Protagonisten. Zukunftszugewandheit, Umweltbewusstheit, Bürgernähe, Entsetzen, Betroffenheit- das alles innerhalb von wenigen Sätzen glaubwürdig darzustellen verdient einen kleinen Sonderapplaus.

Seelenverkäufer:
Gerne als Menschen getarnt, erfüllen sie wichtige Aufgaben bei der Zersetzung eines funkionierenden Mietshäuser Immunsystems. Sie können wahlweise als Denunzianten, Verleumnder oder Arschkriecher eingesetzt werden. Durch das fehlende Rückgrat sind sie nahezu unzerstörbar.

Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, die Reihenfolge ist unabhängig von der Wichtigkeit der Personengruppen.

Es grüsst herzlichst
Euer ADDI

rbb: Abendschau berichtet über verhüllte Mietshäuser

www.kopenhagener46.de

ein Bericht der Abendschau im rbb über das Leben hinter der Plane. Unser „Schwesterprojekt“ in der Winsstraße 59 im Fernsehen.

SEHENSWERT!- KLICK!

Investor hinter der Plane

die Pankower Allgemeine berichtet:

hier nach zu lesen.

TV Tip: Kopenhagener 46 und Mario Barth

07.10.2014 um 22.15 Uhr auf SAT 1 bei akte 20.14 und am 08.10.2014 um 20.15 auf RTL in der Sendung Marion Barth deckt auf mit dem vielversprechenden Slogan: „Hier bleibt kein Geheimnis im Dunkel“