Archive | Januar 2015

Die Umwandlungsverordnung – nun auch in Berlin

https://kopenhagener46.wordpress.com

laut einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung (link) haben sich SPD und CDU nun doch auf die lange geforderte und in vielen Städten bereits eingeführte Umwandlungsverordnung verständigen können. Damit soll die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen genehmigungspflichtig werden. Seit 2013 hat sich die Zahl der Umwandlungen in Berlin fast verdoppelt. 2014 sind in Berlin 9000 Wohnungen von Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt worden.

Durch hohe Gewinne, die sich mit Eigentumswohnungen zur Zeit erzielen lassen, war es für Investoren alias Immobilienentwickler ein lukratives Geschäft, Mietshäuser zu kaufen, zu entmieten und dann als Eigentumswohnungen zu verkaufen. Vermieten lohnt sich aus monetärer Sicht naklar nicht, wenn man zur 48 fachen Jahresmiete verkaufen kann- und Käufer findet! (Rechenbeispiel bei angenommener Kaltmiete von 6,75€ (laut Mietspiegel von 2013 für die Kopenhagener 46 eine angemessene Miete) und einem Kaufpreis von Wohnungen in der Kopenhagener Straße 46 von derzeit 4060€/m2)  // selbst bei 10€ kalt ist es noch die 32 fache Jahresmiete, zu der verkauft wird!

 

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Mietspiegel Kopenhagener Straße 46

Lässt man Verantwortung und Stadtentwicklung -und soziale Aspekte sowieso- mal beiseite, scheint das Konzept „Immobilienverwertung“ oder „Aufwertung“ ja auch ganz gut zu funktionieren. Allerdings heisst die entstehende soziale „Entmischung“ mit anderen Worten Ghetto, und das nimmt jedem Stadtviertel und jedem Haus das Agile, das Lebendige.

In Berlin kommt die Umwandlungsverordnung in den Millieschutzgebieten/ sozialen Erhaltungsgebieten! Diese Verordnung, wäre sie schon 2013 wirksam gewesen, hätte das Berliner Mietshaus in der Kopenhagener Straße 46 mit seiner originären Mieterstruktur, erhalten.

Hätte hätte Fahrradkette!

 

 

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