Archive | März 2015

Justice. Alle Mieter raus! Wenn die energetische Modernisierung unbezahlbar wird

kopenhagener46wordpress.com

TV Tip

RTL | Mo 30.03. | 23:30-00:00

Reportage | D 2015

Von einem Tag zum anderen ist die Wohnung nicht mehr bezahlbar – das kann passieren, wenn der Eigentümer beschließt, energetisch zu modernisieren. Mit einer energetischen Modernisierung soll Energie gespart werden, zum Beispiel durch eine neue Wärmedämmung der Fassade, doch dadurch sind auch Mieterhöhungen um das Doppelte oder sogar Dreifache möglich.

Unter dem Deckmantel der energetischen Modernisierung werden so immer mehr Mieter trotz gültigem Mietvertrag praktisch aus ihrem alten  Zuhause verdrängt. Wer nicht zahlen kann, muss letztlich gehen. Auf angespannten Wohnungsmärkten bieten die bestehenden Gesetze besonders Immobilien-Investoren einen Vorteil: Sie kaufen ganze Häuser, modernisieren und sanieren diese energetisch und verwandeln die Mietwohnungen schließlich in teure Eigentumswohnungen. Schlecht für die Mieter, gut für die Rendite. Den Betroffenen steht ein langwieriger und ungleicher Kampf bevor – gegen das Gesetz und findige Investoren, die die aktuellen Regelungen für sich auszunutzen wissen.

Julia Scherf fragt nach bei Mieter- und Vermieterverbänden und konfrontiert auch das Bundesjustizministerium mit der entscheidenden Frage: Hat der Gesetzgeber, der vor allem Klimaschutz und Investitionen in Häusersanierungen fördern will, den Schutz der Mieter vernachlässigt?

EIKON Nord GmbH

Hier gehts zur Ankündigung mit einem Trailer: Klick!

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„Wir sind noch da“ eine Dokumentation

Das Filmteam um die Regisseurin Julia Rosa begleitet seit 2009 den Veränderungsprozess im Prenzlauer Berg. Sie produzieren eine Langzeitdoku, die unter anderem die Situation der Kopenhagener Straße 46 seit den Anfängen mit der Kamera begleitet. Ein wirklich tolles Zeitdokument, daß sich nicht davor scheut, stadtentwicklungspolitische Aspekte unmissverständlich zu benennen. Einen Einblick in dieses agile Projekt könnt ihr auf der Seite http://www.wirsindnochda.tv bekommen.

…Frühlingserwachen in der Winsstraße

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Autsche bautsche, das tut weh,

eine Ohrfeige für Christ(o)mann?

Mit hängender Plane und eingezogenem Schwanz gab der erfolgstrunkene Kapitän „Christ(o)mann“ gestern auf unserem meuterenden Schwesternschiff, der WINS 59,  kleinlaut den Befehl zum Segel einholen !  Gleißende Helligkeit durchströmt nun wieder die Kajüten der tapferen Mietsmatrosen, die frische Frühlingsluft weht den Mief von menschenverachtender Isolation ein wenig fort. Was steckt hinter diesem Kurswechsel ? Hat da eine Ratte das singende Schiff verlassen ,getreu dem Motto:“Lieber den fliegenden Fisch in der Hand ,statt den Pleitegeier auf dem Dach“,  oder macht sie als (S)Teuermann nur noch Dienst nach Vorschrift am Geschäftsruder und hat deshalb kein Interesse an einem weiteren harten Konfrontationskurs ?

Wie auch immer, Glückwunsch erst einmal an die tapferen Teerjacken aus der Winsstraße  59 !!

Chapeau meine Lieben,

Euer ADDI

Muss die Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG ins Gefängnis??

 

Wie die Generellstarsanwaltschaft von Berlin bekannt gab, ermittelt sie derzeit in einem besonders schweren Fall der Potenzrechts Verletzung.

An einem Haus in der Raumer Straße 13 im Bezirk Prenzlauer Berg wurde eine Billig Imitation der Kunst Installation „Mieterfrei-Spass dabei !“  des bekannten Entmietungskünstlers Christ(o)mann entdeckt.

Kopenhagener Straße 46, verhüllt seit 13.03.2014 Staubschutz auf dem Hinterhof

ORIGINAL Kopenhagener Straße 46

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FÄLSCHUNG Raumer Straße 13

Im vorigen Jahr versuchte sich der Künstler durch seinen spektakulären Versuch einer monatelangen Mieter-Apnoe einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde zu sichern. Als „…Mittel zur preiswerten, geräuschlosen und verdeckten Entmietung bei wenig- bis mittelresistentem Mieterbefall “ wurde diese Methode später als Patent Nr. 0815/4711 eingetragen und geschützt.

Im Falle der Raumer Straße 13 versuchen nun  Trittbrettfahrer der GEWOBAG ihre Mieter mit ähnlichen Mitteln aus ihren Wohnungen zu nötigen. Haben leere Kassen oder Erinnerungen an alte „Plan-Wirtschafts Zeiten“ die Mitarbeiter der GEWOBAG dazu bewogen , hier zu so gewaltvollen Mitteln zu greifen? Oder haben sie schlicht vergessen, daß in dem Haus noch 3 Mietparteien leben? Vielleicht ist es ja auch nur ein Licht- und Luftundurchlässiger Pollenschutz für die Allergiker im Haus ? Jedenfalls stellt sich jetzt die Frage, ob die Politiker im Bezirk, insbesondere unser Baustadtrat Kirchner, auf diese Gewalt gegenüber Mietern einer öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft auch allergisch reagieren und den Verantwortlichen für diese Schikane die rote Karte zeigen.

Vielleicht braucht es ja nach der Umwandlungsverordnung auch noch eine Ummantelungsverordnung !

Ich verbleibe in der Hoffnung, dass der Fall „Planquadrat Kopenhagener 46“ einer der letzten seiner Art war und in der Raumer Straße 13 bald wieder

„freie Sicht für freie Mieter“ herrscht,

euer ADDI