Archive | Mai 2015

„Im Namen des Volkes !“

Neidisch mussten seit 3 Monaten die verbliebenen Mieter auf die schönen, neuen 3-fach Isolierglas-Wärmedämm-Schallschutzfenster der inzwischen verwaisten Wohnungen in der Kopenhagener Strasse 46 schauen.

Endlich nun hatte  eine Richterin am Amtsgericht Mitte Mitleid mit diesen armen Menschen. Sie fasste sich ein Herz und verdonnerte den Eigentümer dazu, endlich die längst überfälligen energetischen Modernisierungsmassnahmen durchzuführen.

SOFORT!

Den sonst so kreativen Entmietungsfachmann „Christ(o)mann“ hat es bei dieser Geschwindigkeit der rechts-sprechenden Volksvertreterin anscheinend kalt erwischt.

Am ersten Tag der Baumassnahmen lediglich ein Fenster rausreissen und durch – endlich wieder- dunkle Folie ersetzen, sowie die  Stromversorgung für die gesamteWohnung kappen, das ist doch bloss stümperhafte Anfänger – Entmietung, einfach peinlich! Wozu hat er sich denn im letzten Jahr zur besten Sendezeit auf allen Sendern einen zweifelhaften Namen als Entmietungsfachmann gemacht, wenn er ihm jetzt nicht wirklich gerecht wird ? Mieter aus anderen Häusern können sich mit Wasserschäden, Gasanschlägen, Brandanschlägen und gegen sie gerichteter körperlicher Gewalt brüsten- und wir? Bloss wieder Verdunklung, da hört doch schon lange keiner mehr hin. Da ist noch ne ganze Menge Luft nach oben lieber Christ(o)mann, nur etwas Mut zum Risiko, sonst interessieren sich die Medien demnächst gar nicht mehr für Dich!

Euer ADDI

Fenster        Keen Strom

 

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…fairerweise…

… möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass schon nach 3 Stunden  ein Fenster wieder ein Fenster war!

War es die höfliche Aufforderung an den Eigentümer (siehe unten), der ins cc gesetzte Baustadtrat sowie Medienvertreter des Fernsehens, oder erst das Eintreffen der Polizei auf der Baustelle was den noch feuchten Mörtel wieder abbröckeln ließ ?

Eventuell war das Ganze auch nur ein Versehen der an der Fassade tätigen , gaaaaanz bestimmt Mindestlohn empfangenden ,nordafrikanischen Bauarbeiter?

Missverständnisse können auf  solch einer Multi-Kulti Baustelle ja schon mal passieren, welcher Bauleiter  spricht denn auch schon fliessend Arabisch ?

Euer ADDI

 

 

 

 

Datum: 05.05.2014

K 46 Grundstücksentwicklungs GmbH

…………………

12529 Schönefeld

Fax……….

und

……….

Sehr geehrter Herr Christmann,

Im Zuge der Bautätigkeiten an der Fassade des Innenhofes des Hauses Kopenhagener Strasse 46, 10437 Berlin, wurde ein Fenster zugemauert, welches zu den von uns innegehaltenen Wohnräumen im ………  gehört.

Es ist uns nunmehr nicht mehr möglich, in dem Raum Tageslicht zu sehen oder zu lüften.

Wir fordern sie hiermit auf, die sich vor unserem Fenster befindliche Wand sofort, hilfsweise bis zum 06.05.2014 08.00 Uhr zu entfernen.

Ansonsten werden wir beim Amtsgericht Mitte eine einstweilige Verfügung gegen diese Maßnahme erwirken.

Mit freundlichen Grüßen

Mieter

…….

Berlin, 05.05.2015, 08.50 Uhr

Kopenhagener Straße 46

10437 Berlin

…Ring frei zur nächsten Runde ! …

8 Monate Luft-und Lichtundurchlässige Plane vorm Fenster, Abmahnungen, fristlose Kündigungen, Verleumndungen, Räumungsklagen, bisher bewegten sich die Eigentümer Christ(o)mann zumindest noch in einer rechtlichen Dunkelgrau Zone.

Anscheinend gerät er nun etwas unter Zeitdruck.

Um die Entmietung der letzten Multiresistenten Bewohner etwas zu beschleunigen, greift er auf die „Calvinstrassen Methode“ zurück. Einfach mal schnell den Mietern das Fenster zu mauern, den Rest wird die Kerkerhaft dann schon richten.

Das einzige was nun noch fehlt , ist die Hexenverbrennung innerhalb dieser Mauern.

Aber zum Glück ist Walpurgisnacht ja erst wieder nächstes Jahr !

Euer ADDI

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