Archive by Author | machmitmachsnachmachsbesser

Ein Hundeleben…

führt dieser Blog seit geraumer Zeit. Grund dafür sind fehlende Ressourcen für das Betreiben zweier identischer Blogs.

Der geneigte Leser möchte bitte den folgenden link anklicken, um sich auf den WIRKLICH aktuellen Stand der wackeren Mietspiraten der Kopenhagener Strasse 46 zu bringen.

Vielen Dank und viel Freude beim lesen !

kopenhagener.wordpress.com

 

Eua ADDI

kopenhagener-46-zitty

 

Werbeanzeigen

„Wie man in den Bundestag hinein ruft…“

…schallt es ja meist ungehört auch wieder hinaus!

Manchmal jedoch findet sich ein Ohr, welches den lautstarken Protesten von Mietern dieser Stadt Gehör schenkt.

Kopenhagener 46 vor dem Bundestag

Protestaktion von Berliner Mietern vor dem Bundestag 2015

 

So geschehen heute Vormittag . Einmal mehr besuchte Klaus Mindrup (MdB, SPD) die Kopenhagener Straße 46, um sich vor Ort über die Notwendigkeit „einer“ Gesetzesänderung im Rahmen der ENEV zu überzeugen.Bundestag in der Kopenhagener 46

Die Erfahrungen der im Haus verbliebenen Mieter leisten bei der geplanten Novellierung der Mietrechtsreform den Bundestagspolikern anscheinend unschätzbare Dienste.

Denn nur vereinzelt konnten sich Mieter den menschenverachtenden Praktiken skrupelloser Investoren in dieser Stadt erfolgreich entgegenstellen.

Für die verbliebenen 4 Erwachsenen und zwei Kinder in der Kopenhagener 46 ist  dies verständlich. Ein einigermassen normales Leben zu führen, während du um deine Wohnung kämpfst, ist schlichtweg unmöglich. Aus diesem Grund mahnen sie bei Politikern immer wieder an, dieses Vorgehen nicht als Einzelfall abzutun, sondern  es als Geschäftsmodell zu erkennen.

Die Vertreibung von Mietern aus ihren Wohnungen ist hierbei nicht wie gerne behauptet eine Folge von Umwandlung und Modernisierung. Sie ist die unabdingbare Grundlage für ein erfolgreiches Geschäft mit der Ware Wohnung.

Deshalb sind die Politiker im Bundestag gefordert, endlich am Beginn der „Verwertungskette“ Schritte zum Schutz der Mieter zu machen.

Der Schutz der existentiellsten Räume unseres Lebens, unserer Wohnungen, muss endlich Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen einiger weniger Eigentümer haben.

Berlin ist eine Stadt, in der (wie der Name schon sagt), auch Berliner einen Platz haben sollten.

Wie schon 1989 vor dem Mauerfall, scheint die Zeit reif zu sein, dass sich die Bevölkerung lautstark erhebt.

Sorgen wir dafür, dass niemand mehr still und leise aus seiner Wohnung vertrieben wird!

Euer ADDI

 

Mieter wehrt euch Kopenhagener 46

 

Kopenhagener 46, hier wird Ihnen nicht betrogen !

Manch  Käufer einer Wohnung hat hier im Prenzlauer Berg bei Quadratmeterpreisen von 4500,-€ mal locker  500.000€ für seine neue Wohnung hingelegt.

Bei anderen Immobilienunternehmen wäre an dieser Stelle der Kontakt beendet und die Neu-Eigentümer müssten sich alleine in ihrer Wohnung mit der getätigten Kaufentscheidung herumplagen. Vielleicht fühlt sich dann ja gar der eine oder andere Käufer vom Verkäufer über den Tisch gezogen.

Nicht so in der Kopenhagener 46 !

Hier werden auch nach der Schlüsselübergabe alle neuen Eigentümer weiter liebevoll vom Verkäufer begleitet.

Damit der Gedanke, „..mit dem vielen Geld hätte ich ja eine kleine Villa selbst bauen können….“ gar nicht erst aufkommt, können sie nach dem Einzug ins teuer erstandene eigene Heim die Unsäglichkeiten des Häus´le bauens hautnah erleben.

Denn wenn das letzte Ersparte für das neue Eigentum draufgegangen ist, kann angesichts des nunmehr leeren Sparstrumpfes schon mal ein kleines Depressiönchen um die Ecke kommen.

Gegen Depressionen hilft bekanntlich Struktur:

Deshalb beginnt hier der Tag um 06.15 Uhr mit gebrüllten Komandos auf polnisch und einer lauten Fahrstuhlfahrt des Werkzeugs  hinauf ins immer noch nicht fertiggestellte  Dachgeschoss.

Wer Kaffee im Haus hat , kann  damit seine Lebensgeister erwecken, ansonsten empfiehlt sich ein erfrischendes Bad im hofeigenen See, direkt vor der Wohnungstür.

Ein von den Bauarbeitern durch permanentes Verstopfen des Gullis liebevoll angelegtes Biotop zeugt von der Naturnähe dieses Wohnhauses, mitten im ach so grünen Prenzlauer Berg.

Multilinguale Praktika in verschiedenen Baugewerben oder Sprachkurse  können im Tagesverlauf durch einfaches öffnen der in Polen gefertigten 3-fach Isolierglasfenster kostenfrei in Anspruch genommen werden.

 

Manch ein neuer Wohnungseigentümer tut sich ja bekanntlich etwas schwer, den Kontakt zu seinen noch unbekannten Nachbarn aufzunehmen.

Abhilfe schaffen hier in der Kopenhagener 46 die Stromausfälle bei der Treppenhaus Beleuchtung, so dass sich die Hausbewohner im dunklen Flur durch gegenseitiges Abtasten etwas Näher kommen können.

Gerne gesehen  werden von den Herren der Schöpfung auch die Schlammringkämpfe, welche von den Damen beim Müll wegbringen im Hof miteinander ausgefochten werden.

Da sind die Logenplätze auf den 15.000 € Balkonen mit Blick auf die Mülltonnen doch jeden Cent wert!

Der lautstarke Einsatz von Minibaggern im Innenhof zeigt den historisch interessierten Bewohnern, wie heutzutage Fluchttunnel in den Westen gebaut werden würden.

 

Besonders beliebt bei den neuen Bewohnern sind auch die von ,(sich in Christ(o)manns Besitz befindlichen), Fachfirmen ausgeführten Installationsarbeiten, allen voran die neue Heizungsanlage.

Wo bekommt man denn als Käufer einer Wohnung für ne schlappe halbe Million sonst die Chance, wegen einer nicht funktionsfähigen Heizung noch einmal für ein paar Wochen ausziehen zu dürfen ? Da die Wände wieder aufgerissen werden müssen, können die Eigentümer Ihre erste Fliesenkauf-Entscheidung noch einmal in Ruhe überdenken.

Das Geld für´s Fitness Studio können sich die Bewohner der höheren Etagen derzeit auch noch sparen, denn wenn der Fahrstuhl schon da wäre, würden die kleinen Faulpelze ihn bestimmt auch nutzen!

So ist es dem Einfallsreichtum und der Fürsorge unserer beiden Brüder zu verdanken, dass sich niemand der neuen Eigentümer übervorteilt fühlt.

 

Ungleichbehandlung von Mietern und Eigentümern sowie Inkonsequenz im Verhalten kann hier niemandem vorgeworfen werden.

Unser Beispiel zeigt klar die Vorteile auf, wenn sich Eigentum, Vermarktung und Bauausführung in einer Hand befinden.

Bitte macht weiter so, dann wird schon alles gut in unserer Stadt,

es grüßt herzlichst aus der Kopenhagener 46

Euer ADDI

 

Kopenhagener 46 Bauprojekt

 

Kopenhagener 46 Hof .

Kopenhagener 46 Hof

… peinlicher Fehler

Nun gibt es doch schon Handbücher für den kleinen Hobby-Entmieter

(„Entmieten leicht gemacht“ von Alfred Ekel, erschienen im Raushau Verlag im Hardcore Cover für 4500 €/qm),

in denen der Ablauf so einer Nötigung aus der Wohnung haarklein beschrieben ist.

Lesen muss der Schikanierende natürlich selbst.

Wenn ihm dann allerdings nach fast 3 Jahren auffällt, dass er eine der Sachen die eigentlich ganz am Anfang stehen (wie zum Beispiel die Telefon-und Internetleitung kappen)  komplett vergessen hat, dann ist das schon ärgerlich.

Wie viel über ihren feingeistigen Köpfen ausgegossener Schmutz wäre den beiden Brüdern doch erspart geblieben, wenn sie den Kommunikationskanälen der renitenten Gallier in der Kopenhagener 46 schon früher mit dem Bolzenschneider zu Leibe gerückt wären.

Nun ist ja spät selten zu spät, drum wurde hier doch noch getrennt, was getrennt werden muss!

Lustigerweise kannte der herbeigerufene Telekom Mann jedoch den Fall Kopenhagener 46 aus dem Fernsehen und den Zeitungen.

Und da er 1&1 zusammenzählen konnte, hat er das Problem auch schnell erkannt und die üblichen Verdächtigen ins Visier gerückt.

Da ihr diese Zeilen hier gelesen habt, konnte der Telekom Mann den heissen Draht ins Jenseits wieder flicken. Somit ist es wieder einmal nicht gelungen, uns hier von der Aussenwelt zu isolieren !

By the way:

Selbst wenn wir Rauchzeichen geben müssten, mit Hals-und Kabelabschneiderei kriegt ihr uns nicht mundtot gemacht !

Viele Grüße aus der Kopenhagener  von

ADDI

Kopenhagener 46,.,    Kopenhagener46.,

Tagesgericht in der Kopenhagener: Auf Eis gelegte Räumungsklage mit Schikane Pilzen

Jestern bei Jericht war dit ja ne kurze Veranstaltung.

Hat der Kläga kurz vor die Vahandlung wohl selbst kalte Füße jekricht vor seine eigene Räumungsklage jegen mich und hat die erstmal uffs Eis jelegt.

Kann ick vastehen, da würde ja ooch die janze Sache mit die abjerissenen Schornsteine und der lebensbedrohlichen Situation von Aujust für die letzten Kinda und die Familie in die Kopenhagena Straße nochma uffjerollt werden.

Schade eijentlich, interessiert hat dit ma wieda viele Leute, wieso een Mieta jjeräumt werden soll, bloss weil er vasucht, seine Kinder und seine Familie zu schützen.

Naja, ab Dienstach soll ma wieda bei ADDI im Bad jebaut werden, schaun wa ma, ob zu die uff´s Eis jelegte Räumungsklage ne heisse Dusche dazu kommt.

Liebe Grüße aus die Kopenhagener von euam

ADDI

“Wohnst du noch oder kämpfst du schon?”


Morjen is ma wieda eina von die Tage, die ADDI so ja nich brauch.

Jerichts Termin!

Und da jibt dit doch keene Dusche und keene Dusche hab ick ooch alleene bei mich zu Hause.

Muss ick wieda kiecken, dass ick irjendwo in nen See springe, damit die Richterin nich denkt, der ADDI is nich janz sauber.

Nich janz sauber muss wo eher die Klägerseite sein.

Der ADDI soll ma wieda aus seine Bude jeklagt werden.

Weil er in dit Fernsehen Tatsachen jeschildert hat, wat hier so passiert in dit Haus.

Dass die letzten Mieta richtig Glück hatten, dass die noch leben und so.

Übel nachjeredet ham soll ick die.

Das die uns hier janz übel mitjespielt ham, dit interessiert wohl niemand.

Na schaun wa ma, wat die Richterin morjen dazu sagt.

Is ja nich die erste Räumungsklage, die die Christ(o)mann Brüda jegen den kleenen ADDI verloren haben !

Hier noch nen aktueller Bericht :

 

http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/02/raeumungsklage-berlin-kopenhagener-strasse-fischer.html

 

 

Kopenhagener 46

Also , morjen Freitag den 05.02.2015 Raum 1501 im Amtsjericht Mitte , Littenstrasse , frisch jeduscht und dann “Sport frei!”

Eua ADDI

 

Hier noch nen Link zu solchen welchen, die ooch dringend Hilfe brauchen,

Artisten fliegen raus

Unterstützung aus Südkorea…


…gab es gestern für ADDI in seiner  Trutzburg ohne Wassergraben.

Ich wunderte mich ja schon eine ganze Weile, wo in der Welt überall unser blog gelesen wird.

Nachdem bereits ein schweizer, ein französisches und ein syrisches Fimlteam bei uns waren,  lernte ich gestern einige Journalisten aus Südkorea kennen.

Dass sich die Menschen auch in den asiatischen Ländern für unsere Probleme als Mieter interessieren, hat mich doch etwas überrascht.

Aber wenn wir uns die mail (ich hab sie im sehr süßen korea-deutsch gelassen), durchlesen, erkennen wir doch einige Parallelen.

Also liebe Mieter, weiter machen – die Völker der Welt schauen auf diese Stadt!!

Euer ADDI

 

“Kyounghyang Tageszeitung ist eine bürgernahe Zeitung und wird auch als Lemonde in Korea genannt, die sich auf die Rechte der sozial benachteiligte stehen.
als 70 Jubiläum beschäftigt sich ein Team mit dem Thema – internationalen Vergleich von Situation der Miter. der Journalist ist seit gestern in Berlin unterwegs und heute haben wir bei der Miterverband  Ihre Geschichte erfahren und aufmerksam geworden.

kurze Zusammfassung über die Situation in Korea:
– traditionell hat das Besitzen von Grundstücken und Häuse große Bedeutung
– Immobilienspekulation ist in Korea sehr verbreitet
– Baukosten sind allgemein hoch. das Baueen ist fast ausschließlich die Sache der Großbaukonzern. (es gibt kaum genossenschaftliche Initiativen, wohngruppen, oder Baugemeinschaften)
– viele Wohnbauten entstanden während der intensiven Wirtschaftswachstumsphase. der Begriff “Mietwohnung” ist unattraktiv und unsicher, da die Rechstlage eher für das Bauen und Bauherr bzw. Eigentumsbildung konzentriert.
– es gibt keine Obergrenze für die Mieterhöhung, so dass der Vermieter sehr leicht den Mietvertrag damit auflösen kann.
– als Mieter ist es immer unsicher, besonders wenn die sämtliche Familie oft dadurch umziehen müssen, weil der Besitzer immer höhere Mite verlangt.
– Mieter hat wenig Recht auf die Wohnung – z.b. keine Reparaturpflicht von Vermieter
– beim Gewerbe geht es genauso. wenn die Umsatz ein Restaurant steigt dann versucht der Vermieter gleich höhere Miete verlangen.
ein Journalist  möchte mit Ihnen darüber sprecehen:
– welche Ähnlichkeit und Unterschiede aufweisen und
– insbesondere welche Möglichkeiten Sie gegen dem Entwickler unternehmen oder kämpfen können.
Ich unterstütze bürgergesellschaft und NGSs in Korea.”

kopenhagener 46   .

ADDI´s liebste Rentner Gang

Wir jungen Hüpfer können uns ja bei ner Entmietungsaktion einigermassen frei entscheiden, ob wir weglaufen wollen oder nich.

Wenn de mit Rollator oder Stock unterwechs bist, wird dit schwieriger.

Deshalb verteidijen die ollen Omis und Opis am Hansa Ufer 5 ihr gallisches Seniorenheim ja auch wie die Löwen und Löwinnen.

In eener kleenen Stadt wie Berlin bleibt dit dann nich aus, dass man sich uff dem Immobilienschlachtfeld ma übern Weg rennt.

Und der olle ADDI hat die Leutchen echt liebjewonnen.

Wenn früh um achte die 83 jährige Christa vom Hansaufer durch die Stadt fährt, in den 4. Stock hochlooft um ADDI bei nem Termin zu unterstützen, dann jbt dit schon ma nen Wasserschaden von die villen Tränchen vom ADDI.

Aba nur so lööft dit mit die unjezähmten Widaspenstigen: zusammenhalten, unterstützen, helfen und vor allem : imma wieda Mut machen und sich jejenseitig zeigen, dass niemand mit diese Probleme alleene is.

Und das dit allet nich persönlich is.

Ooch wenn sich dit vaflucht persönlich anfühlt, wenn se dir aus deine Wohnung schmeissen wollen.

Aba in die Stadt passiert wat.

Friedelstrasse, Saarbrücker/Kollwitzstrasse,Schmargendorf, usw., überall können mittlerweile nich nur die Immobilienheinis aus nem Entmietungs Portfolio und einem Erfahrungsfundus schöpfen; auch wir Mieter haben in die letzten Jahre mehr und mehr gelernt, schnell und laut zu reagieren.

Und die Tageslosung is:

Weitamachen !!

Eua ADDI

RBB Beitrag “Die Rentner Gang von Moabit “

 

Singe Flashmob vor dem Hansa Ufer 5

…dringend Käufer gesucht!!


Nach mehr als 8 Monaten Bauzeit hat ADDI endlich wieder ein schönes , neues Bad, so wie es in den Verhandlungen der kleine Steinpilzanwalt Christ(o)manns ja immer angekündigt hat !

kop46

 

So beginnt das Märchen mit einem “happy end” für den lieben ADDI.

Nachdem für die Richterin am Mitwoch ein wenig Handwerker Kasperle Theater gespielt und pro Forma ein bisschen im Bad gebaut wurde, gab es heute morgen dann allerdings den erwarteten nächsten Baustop.

Die Handwerker haben ohne Begründung ihr Werkzeug eingepackt, sich von ADDI verabschiedet und die Wohnung verlassen.

Weil sie fertig mit dem Badeinbau sind ?

Weit gefehlt, lieber Leser !

Immer noch ohne Wasser und Heizung soll wohl der kleine ADDI  frierend und schmutzig irgendwann kleinlaut seine Wohnung verlassen.Dieser Baustopp war jedoch so vorhersehbar, dass er schon echt peinlich und hilflos wirkt !

Oder stehen die beiden Christ(o)männer doch kurz vor der Pleite und können deshalb nicht weiterbauen ?

Sollte also jemand von euch ein bisschen Klimpergeld in der Tasche haben, kauft doch bitte die angebotene 2 Zimmer Dachgeschosswohnung für 429.000  (5825,-€ / qm) !

Vielleicht geht es ja dann mit eurem Geld in ADDIs Bad endlich voran!

Viele Grüße aus der Kopenhagener 46 von

ADDI

 

Immo Scout Kopenhagener 46 2 Zimmer Dachgeschoss

+++ Exklusive 2 Zimmer Dachgeschosswohnung mit Traumblick über Mauerpark +++

Kaufpreis  429.000 € ,  Wohnfläche ca. 73,64 m²  , Zi. 2

vorderhaus

Kopenhagener Straße 46, 10437 Berlin, Prenzlauer Berg (Prenzlauer Berg
Personenaufzug Balkon/ Terrasse Keller, Wohnungstyp Dachgeschoss

 

ADDI`s kleiner Gerichtsreport

Jestern wa ja ma wieda Treffen in lauschiger Runde beim Amtsjericht.

man höre und staune:

Radio 1 Beitrag am 06.01.2016

 

Die Richterin schaute ihre beiden Kläger und Beklagten schon een bisschen angepiekst an.

„Wat is denn nu schon wieda los mit Euch olle Dickköppe ?

Könnte euch denn nich eenma  miteinanda vertragen ?“

So oder ähnlich begann sie die Vahandlung vor vollem Saal.

Freundlich wa se diesma trotzdem.

Aba dit sieht der kleene Steinpilz Anwalt von die  Christ(o)mann Seite wascheinlich etwas anders.

Hat echt jekämpft wie nen Löwe, um den kleenen ADDI mit nem saftijen Ordnungsjeld belegen zu lassen.

Weil er die Handwerka nich rinjelassen haben soll  in seine Bude.

Nich rinjelassen ????

Wer dann dit Bad so demoliert hat, bleibt wohl ewig nen unjelöstet Rätsel.

Wahscheinlich war dit ADDI selba, damit er noch nen Quadrameter mehr Platz hat.

Bei z(uk)ünftigen 18,-€ Miete p/qm macht dit ja och Sinn.

Aussadem werden Klo, Waschbecken, Dusche, Strom Gas, Heizung und Kochmöglichkeit von uns Mietern im allgemeinen eh massiv übabwertet.

Nu hat die Richterin aba ma nen Einsehen jehabt und meinte  ooch, das der olle ADDI seinen Teil des Deals mehr als erfüllt hat.

Jetze wäre der Christ(o)mann endlich ma dranne, seine Versprechen  mit Bundesbahn ähnlicha Vaspätung zu erfüllen und die Wohnung wieda bewohnbar zu machen.

Bin ick ma jespannt, wat die nächsten Tage da oben passiert.

Ihr könnt mir ja jerne ma besuchen kommen, die neue energetisch optimierte, zwangsbelüftete und abhörsicher gedämmte Klingel-und Wechselsprechanlage funktioniert bereits!

Jeht aba vorher noch ma pinkeln und Händewaschen !

Ville Grüße von Euam

ADDI

 

                    früha        

Kopenhagener 46                                              

                         späta   

OLYMPUS DIGITAL CAMERA                                                                        

                        jetze

      Kopenhagener 46

…und in die Zeitung haben sie dit heute janz jut zusammenjefasst :

07.01.2016

Ein kleiner Sieg für Mieter

Richterin lehnte ein Ordnungsgeld wegen der Verweigerung einer Modernisierungsmaßnahme ab.

»Wo hängt es denn jetzt wieder?«, fragte die sichtlich genervte Richterin am Amtsgericht Mitte die beiden streitenden Parteien. Am Mittwoch wurde hier verhandelt, ob einer der letzten Mieter der Kopenhagener Straße 46 in Prenzlauer Berg, Sven Fischer, ein Ordnungsgeld aufgrund der Verweigerung einer angeblichen Modernisierungsmaßnahme zahlen muss. Konkret ging es um ein Lüftungsrohr, dessen Einbau – so wie von der Immobilienfirma Christmann Holding vorgesehen – von Fischer abgelehnt wurde. Der Anwalt der Firma warf Fischer eine Blockade der Bauarbeiten vor. »Unser Mandant ist nun gezwungen, eine Duldungsklage durchzuführen«, drohte er. Der nächste Schritt werde eine »komplett neue Modernisierung sein«.

Glyphosat-Verbot

Die Pläne der Immobilienfirma würden nicht dem Vergleich entsprechen, auf den sich beide Parteien in einem vorherigen Prozesstag Ende Oktober 2015 geeinigt hatten, sagte dagegen Fischers Anwältin Carola Handwerg. Fischer wies darauf hin, dass auch er gerne wieder ein funktionstüchtiges Bad haben wolle – so wie es ihm in dem Vergleich bis Anfang Dezember versprochen wurde. »Die Wohnung unbewohnbar zu halten, ist ein Druckmittel gegen mich«, vermutete Fischer. Die Richterin sah letztlich nach der hitzigen Verhandlung keinen Anlass für ein Ordnungsgeld. Die Gegenseite kann sich noch äußern, bevor das Urteil rechtskräftig ist. »Es ist klar geworden, dass es um eine Entmietung unter dem Vorwand einer Modernisierung geht«, sagte Fischer zum Prozessausgang.

Das Verfahren ist dabei nur eines von vielen, das zwischen Fischer und der Immobilienfirma Christmann Holding geführt wird. Diese hatte 2012 das Gebäude in der Kopenhagener Straße gekauft, um nach »umfassenden energetischen« Sanierungen die Wohnungen mit Gewinn zu verkaufen. Am 5. Februar wird die nächste Räumungsklage gegen Fischer verhandelt. »Ich werde mich stellvertretend für die anderen Betroffenen dem entgegenstellen.« seb

 

 

Die brutalste Entmietungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland geht am kommenden Mittwoch auf einen juristischen Showdown im Landgericht zu. Der ursprünglich für den 21. Dezember 2015 anberaumte Termin wurde auf den 6. Januar 2016 – 11:30 Uhr im Saal 2/2804 des Berliner Landgerichts in der Littenstraße verlegt. Es ist das vermutlich letzte Gerichtsverfahren im Fall Kopenhagener Straße 46. Für die letzten Mieter ist es nach dem zweiten Weihnachten auch das zweite Jahr, das mit einem beispiellosen „juristischen Krieg“ verbracht wurde.

Landgericht Berlin - Littenstraße

Der Fall der „Investorengruppe Christmann“ gegen die Familie von Sven Fischer übertrifft nun mit über 15 Monaten Dauer die alle bisher bekannten Fälle von Entmietungen. Die Investoren spielen auch in besonderer Weise „wirtschaftliche Macht“ gegen die verbliebenen Mieter aus, weil sie sowohl als Eigentümer, als Investor und aus Bauausführende gegenüber den Mieter auftreten, und in brutaler Weise deren Mieterrechte und das Recht auf körperliche Unversehrtheit mißachten.

Auch Interventionen des Bundesjustizministers wurden ignoriert, weder bezirkliche Bauaufsicht, noch behördlicher Arbeitsschutz und Brandschutz haben gegen Verstöße nachhaltig reagiert. Die Investoren haben praktisch mit der Bauaufsicht Katz und Maus gespielt, sodass der Baustadtrat Jens-Holger-Kirchner selbst seine Machtlosigkeit einsehen musste.

Altbau-Badezimmer 2014

Trotz Baustopp und rechtlicher Verfügungen

Es begann zuerst mit einer Einhausung des gesamten Mietshauses, die praktisch eine ganze Mietergemeinschaft von über 52 Personen unter einer dichten Baufolie einhauste, und die Luft zum Atmen und Luftaustausch einengte, und vor allem den Blick nach draußen versperrte. Die meisten Mieter hielten es nicht aus, und zogen entnervt aus. Viele sogar, ohne eine Abfindung einzufordern, die mindestens rund 300 € pro Quadratmeter Wohnfläche betragen kann. Ein älterer Mieter ist inzwischen auch gestorben. Wer will noch klären, ob es mit dem Zwangsumzug zusammenhängt?

Altbau-Badezimmer 2014

Unbewohnbarmachung einer Wohnung als „Modernisierungsmaßnahme“

Vor mehr als 6 Monaten haben die Eigentümer „Modernisierungsmaßnahmen“ in einer Wohnung in der Kopenhagener Straße 46 begonnen.
Seit dem Beginn am 18.05.2015 ist die Wohnung praktisch unbewohnbar. Es gibt kKeine Heizung, kein Strom, kein Gas und kein Wasser. Mehrere bauaufsichtliche Anordnungen wurden seitens der Investorn ignoriert, zum Teil wurde die Bauaufsicht auch über die Umstände getäuscht. Termine wurden zugesagt – aber nicht eingehalten.

So sollte bei Gefahr für die Gesundheit der Familie die Beheizbarkeit der Wohnung zu Beginn der Heizperiode gesichert werden. Wieder wurde die Bauaufsicht ausgetrickst – denn nichts geschah.

Mieter Sven Fischer gibt aber nicht auf, und bleibt Dank vieler Unterstützer aus dem Gleimviertel in seiner Wohnung. Er verteidigt sich kämpferisch vor Gericht, und hat bisher immer Recht bekommen!

In der letzten Gerichtsverhandlung wurde der Eigentümer verpflichtet, die Wohnung bis zum 04.12.2105 wieder bewohnbar zu machen.

Altbau-Badezimmer 2014

Christmann Gruppe ignoriert den Rechtsstaat

Die Eigentümer, Investoren und Generalunternehmer setzten sich auch über diesen Gerichtsbeschluss wieder einmal hinweg. Die Wohnung hat noch immer kein Wasser, keinen Strom, kein Gas und keinerlei Heiz-oder Kochmöglichkeit.

Der bündnisgrüne Baustadtrat Jens-Holger Kirchner wollte für diesen Fall einschreiten, weil Gefahr für die körperliche Unversehrtheit droht. Die warme Witterung hat wohl die potentielle Gefahr des Erfrierens aus dem Kopf verdrängt.

In der der Zwischenzeit wurden aus der Wohnung auch Waschbecken, Dusche und Toilettenbecken, Ofen und Gasheizung demontiert und nicht wieder installiert. Der Mieter soll trotz anderslautender Gerichtsurteile und bauaufsichtlicher Anordnungen durch die “
„energetische Modernisierung“ zum Auszug genötigt werden.

Showdown am 6. Januar 2016 im Berliner Landgericht

Am 6.1.2016 entscheidet nun eine Richterin im Amtsgericht Berlin darüber, ob einer der letzten beiden Mieter der Kopenhagener Strasse 46 sogar zur Zahlung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 € verurteilt wird.

Falls Sven Fischer sich trotz massiver Nötigungsversuche, Einbruch, Wasserschäden, lebensgefährdenden Schornsteinabrissen, 7 fristlosen Kündigungen und Räumungsklagen seine inzwischen fast unbewohnbare Wohnung zu verlassen, wäre er pleite.

Der im Grundgesetz gesicherte Schutz der Wohnung könnte dann mit bundesweiter Rechtswirkung durch Ordnungsgelder ausgehebelt werden.

Für Sven Fischer stehen die Vorzeichen nicht gut:

Die gleiche Richterin hat schon die Duldung der Modernisierungsmassnahmen, die zu einer 3 1/2 fachen Mieterhöhung führen, für rechtens erklärt. Statt 644,23 € Miete pro Monat sollen nach Modernisierung 2.927 Euro warm, inklusive Modernisierungsumlage gezahlt werden. Der Kaufpreis liegt bei derzeit 4.500 € pro Quadratmeter – was jedoch gegenüber den Preisniveau im Kiez um ca. 1000 € überhöht ist.

Die Richterin hat inzwischen auch erlassene einstweilige Verfügungen zur Wiederherstellung der Strom-,Wasser- und Gasversorgung wieder zurückgezogen und in den Verhandlungen deutlich gemacht, dass Sie keine Lust mehr auf diesen Fall hat.

Mieter hinter Bauplane verpackt!

Sven Fischer ist erbost und verbittert

Fischer hat auf Interventionen von Außen gehofft, auch hat er dem Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) vertraut, der Mieter aufgefordert hat, nicht gleich weg zu laufen – sondern Recht notfalls auch gerichtlich durchzusetzen. Im Fall Kopenhagener Straße hat es letztlich nur die Grenzen des Rechtsstaates aufgezeigt.

Fragen stehen auch im Raum, ob bisher geltende Verfassungs-, Miet- und Strafrechtssgrundsätze per Richterspruch „abgeräumt“ werden:

Grundgesetz Artikel 13
(1) Die Wohnung ist unverletzlich.

Bundesverfassungsgerichtsentscheidung:
„Eine vom Mieter gemietete Wohnung ist als Eigentum im Sinne des Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG zu betrachten“ (BundesVerfg)

StGB: Nötigung
(1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Fehlende rechtliche Würdigung der Wirkung „vereinigter Investoren-Übermacht“

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte dem Mieter geraten, den Rechtsweg als Mieter zu beschreiten. Doch dieser Rat ging fehl, weil es im Fall Kopenhagener Straße einen Fall „vereinigter Investoren-Übermacht“ gibt, bei dem Eigentümer, Investor, Planer und Bauausführung und „kampfführende Rechtsanwaltskanzlei“ ein „organisiertes Projektmanagement“ gegen den Mieter führen.
Doch selbst bei bestehenden Rechtstiteln und Einstweiligen Verfügungen bestand kein Rechtsschutz, weil Handwerker dann „versehentlich“ oder „verzögert“ oder gar nicht mit der Herstellung oder Wiederherstellung der Bewohnbarkeit der Wohnung beauftragt wurden.

Da es bisher zu diesem Fall keine neutrale rechtliche Würdigung gibt, und die zuständige Richterin über das organisierte Vorgehen längts um Bilde sein muss, stellt sich die Frage, wie Mieterrecht überhaupt noch Bestand haben soll.

Fall mit politischen Folgewirkungen

Der Fall Kopenhagener Straße wird so oder so weitere Rechtsfolgen und politische Folgen nach sich ziehen, weil hier alle Parteien rechtspolitisch, wohnungspolitisch und baupolitisch versagt haben.

Die SPD wird ihre strategische Glaubwürdigkeit und Mehrheitsfähigkeit weiter einbüßen. CDU und Bündnis 90/Grüne müssen sich wohnungspolitische Gretchenfragen stellen.

Rechtspolitisch muss auch gefragt werden, was der Gesetzgeber gegen derartige Geschäftsmodelle unternimmt, bei denen ein Investor praktisch mit einer Handlungs-Übermacht von Eigentümer, Projektentwickler und eigener Generalbauunternehmung plus juristischen „Projektmanagement“ anrückt.

Wenn zur Durchsetzung des Profitstrebens und Eigentümerwillens auch Rechtsbeugung, die Instrumentalisierung des Rechts und die Instrumentalisierung von Richtern möglich sind, ist der Schutz grundlegender Rechte in der Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland ausgehebelt. Es wäre konsequent – dann auch den Verfassungsgrundsatz von der Unverletzlichkeit der Wohnung zu streichen.

Update: Dieser Beitrag erschien in 1. Fassung am 16.12.2015 und wurde inhaltlich aktualisiert.

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